Dipl. -Ing. Mag. Dr. phil. Christian Peer

Projektassistent
Soziale Aspekte der Stadt- und Regionalentwicklung, Theorie und Praxis der räumlichen Planung, Science and technology studies (STS), Kulturwissenschaft

Ausbildung

Christian Peer, geb. 1975, promovierter Kulturanthropologe, Stadt- und Regionalplaner, befasste sich mit kultur- und planungswissenschaftlichen Aspekten der Wasserinfrastrukturentwicklung im internationalen Vergleich, war über viele Jahre als Planer in der Praxis der Wiener Stadt- und Regionalentwicklung tätig und verfasste seine Dissertation über das Thema Diversität im Modernisierungsdiskurs der Stadtentwicklung. Thematischen Schwerpunkte sind soziale Aspekte internationaler Stadt- und Regionalentwicklung, Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis der räumlichen Planung sowie ‚Science and technology studies‘ (STS).

Lehre und Forschung

Lehrtätigkeiten umfassen die Themen Soziologie und Demographie sowie politische Kultur, Partizipation und Vermittlungsarbeit in der Planung. Derzeit forscht Christian Peer im Rahmen des Arbeitskreises „Mind the Gap!“ der ARL (Akademie für Raumforschung und Landesplanung – Mitglied des Leibnitz-Forum für Raumwissenschaften) über den Wandel der räumlichen Planung insbesondere in Hinblick auf den technischen Fortschritt und Globalisierungsprozesse. Das Prognostizieren zukünftiger Raumansprüche als Grundlage für langfristige Planungen wird dadurch komplexer. Gleichzeitig gibt es ein wachsendes Bedürfnis in der Bevölkerung und der Wirtschaft, räumliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten – sei es z. B. bei der Gestaltung von öffentlichem Grün oder der Umsetzung der „Energiewende“. Die daraus resultierenden veränderten Akteurskonstellationen und unterschiedlichen Handlungslogiken stellen wiederum neue Anforderungen an den planungstheoretischen Diskurs. Inwieweit werden aktuelle Praktiken, insbesondere im Bereich der kooperativen Raumentwicklung noch adäquat in der Planungstheorie dargestellt? Und inwieweit sind theoretische Ansätze praxistauglich? Die Lücke zwischen Planungstheorie und Planungspraxis wird in diesem Arbeitskreis explizit zum Thema gemacht. Um dieses weite Thema einzugrenzen wird ein Fokus auf die kooperative Raumentwicklung gelegt. Besonders beim planungspraktischen Umgang mit neuen Kooperationsformen (z. B. zwischen Staat und Wirtschaft) und mit Bottom-up-Initiativen (z. B. von Bürgerinitiativen und Vereinen) werden strukturelle und alltagspraktische Probleme und Grenzen der kooperativen Planung und Entwicklung deutlich.

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