Stadterneuerung, Stadtteilmanagement

Wie auch Bewohner_innen und Nutzer_innen „altern“ die städtebaulichen und funktionalen Strukturen des Siedlungsbestandes. Diese sind zudem sozio-kulturellen wie auch ökonomischen Umwertungstendenzen unterworfen. Entsprechend müssen Siedlungsräume kontinuierlich „repariert“ resp. erneuert werden.

Erneuernde Eingriffe in den städtebaulich-funktionalen Bestand berühren dabei stets unmittelbar die Lebenswelten der Bewohner_innen und Nutzer_innen, die aufgrund ihrer spezifischen und vielfältigen Anforderungen und Interessenlagen in je unterschiedlicher Art und Weise von den Veränderungen betroffen sind. Insofern stellt die Stadterneuerung ein planerisches Handlungsfeld mit besonderer sozialer Verantwortung dar.

Entsprechend fokussieren die Arbeiten im Themenfeld insbesondere auf die differenzierte sozialräumliche Analyse der Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen dynamisch sich verändernden Lebenswelten im und den „Alterungsprozessen“ der städtebauliche Strukturen und Funktionen im Siedlungsbestand, und zielen auf die Entwicklung partizipativer Erneuerungsstrategien und sozial-orientierter Managementverfahren.

Soziale Stadtentwicklung

Stadtentwicklung steht stets im Spannungsfeld technischer und ökonomischer Machbarkeiten und höchst differenzierten sozialen wie auch gesellschaftlichen Anforderungen und Handlungsmöglichkeiten. Die Forschungen in diesem Themenfeld basieren explizit auf soziologischen, gesellschaftswissenschaftlichen und raumsoziologischen Wissensgrundlagen und Methodologien, und fokussieren auf die Analyse der Effekte räumlich-funktionaler Eingriffe auf soziale Strukturen, Prozesse der Inklusion/ Exklusion sowie die Lebensqualität von sozialen Gruppen und die kritische Reflexion der zugrundeliegenden planerischen Konzepte, Handlungsmuster wie auch der Strukturen der Kollaboration.

Kollaborative Planungsprozesse

Kollaborative Planung ist einer der Schlüsselbegriffe gegenwärtig diskutierter kommunikativer Planungstheorien. Bedingt durch die „neue Unübersichtlichkeit“ sozialer Ent- und Re-Strukturierungen stehen vor allem formalisierte und sektoral organisierte Steuerungssysteme zunehmend unter Legitimationsdruck. In den Forschungen in diesem Themenfeld wird insbesondere auf die „Vielfalt sozialer Welten, Rationalitäten und Praktiken“, wie auch die „Komplexität des Machtgefüges im urbanen Kontext“ geachtet (vgl. Patsy Healey). In einem interdisziplinären Zugang werden neue Strategien und Methoden für das Handlungsfeld der Planung als sozialem Lernprozess entwickelt. Werden diese auf strategische Weise stadträumlich oder regional verankert (Lernende Städte und Regionen), können neue soziale Ressourcen „erzeugt“ werden (topographies of knowledge)

Wohnen, Wohnbau

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Partizipation

Partizipation, verstanden als Ansatz sowie strategische Umsetzung in Forschungen und Beratungen, zielt explizit auf die Analyse und Weiterentwicklung geregelter Formen der Information, Konsultation und Mitbestimmung in Planungsprozessen.

Grundlegender Zugang sind in der Regel eine kritische Analyse der Rahmenbedingungen und Modi des organisatorischen Rahmens, der Handlungsformen und Prozessstrukturen, der beteiligten Institutionen und Akteur_innen mit dem Ziel, passgenaue formelle wie auch informelle „Methoden-sets“ und differenzierte Kommunikationsstrategien für konkrete Planungsvorhaben zu entwickeln und umzusetzen.