Urban & Regional Governance

In der Stadt- und Regionalentwicklung werden seit den 1980er Jahren vielfältige Formen der Steuerung und Koordination, reichend von Formen der Selbstorganisation bis zur hierarchischen Steuerung kollektiven Handelns im Kontext kollektiver Sachverhalte angewandt. Im Themenfeld werden diese verschiedenen Formen basierend auf einem wissenschaftlichen, breiten Governance-Verständnis analysiert sowie vor allem in Bezug auf Legitimität und Inklusion bewertet. AkteurInnen, Regelsysteme (Institutionen) und deren Wechselwirkung stehen im Mittelpunkt der Forschung.

Typische Fragestellungen sind:

  • Wie kann es gelingen, sozialräumliche Kontexte mit planerischen (formellen und informellen) Institutionen zu beeinflussen?
  • Welche spezifischen Governance-Modi zeigen sich bei der Bearbeitung planerischer Probleme bzw. in raum- und planungsrelevanten Themenfeldern?
  • Welche Wirkungen hat der rechtlich-institutionelle Rahmen von Planung auf die Bildung von Akteurskonstellationen sowie auf die Handlungs- und Interaktionsorientierungen von Akteuren?
  • Welche neue Rolle spielen staatliche Akteure in der räumlichen Planung?

Urban Commons

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Politics, Power

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Protest, Demokratie

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Planungskultur

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Urban Living Labs

Als Instrument zur Etablierung einer offen gestalteten kollaborativen Praxis empfiehlt die Europäische Kommission die Entwicklung sogenannter (Urban) Living Labs (ULL), um soziale Räume zu ermöglichen, in denen nicht nur Produkte und Serviceleistungen entstehen, sondern auch jede Art lokaler Anliegen bearbeitet werden kann. Neue Prozesse der urbanen Produktion, der Co-Produktion, der Partizipation und des offenen Lernens stehen dabei im Mittelpunkt. Häufig werden in der Praxis online- und offline-basierte interaktive und kollaborative Entwicklungsansätze kombiniert. Die Vielfalt der Ansätze ist nicht zuletzt eine Antwort auf die komplexer werdenden Interaktionen in einem globalen Umfeld. Kernziel der ULL ist die systematische Interaktion aller relevanten Akteur_innen unter expliziter Einbindung der Endnutzer_innen in ein experimentelles Entwicklungslabor auf einem lokalen, städtischen und/oder regionalen Maßstab wie auch im Kontext strategischer Planungs- und Entwicklungsansätze.

Ausgehend von der These, dass die Konzepte der ULL (bisher) weitgehend unsensibel gegenüber sozialräumlichen Kontexten und sozialpsychologischen Dimensionen des Lernens und Handelns sind, befassen sich die Forschungen in diesem Themenfeld auf der Basis lerntheoretischer Konzepte mit der Weiterentwicklung des ULL-Ansatzes durch die Erarbeitung und Erprobung innovativer Vermittlungsformen von Wissen, die das schrittweise, kontinuierliche Lernen der Beteiligten und deren Organisation ermöglichen.